Roman Polanski
Fr, 26.2., 20.30 Uhr | So, 28.2., 18 UhrNòz w wodzie | Das Messer im Wasser
PL 1962, 90’, DF (ab 16); Regie: Roman Polanski, mit Leon Niemczyk, Jolanta Umecka
Andrzej und Krystyna befinden sich auf der Fahrt zu einem Segelwochenende und nehmen einen 19-jährigen Tramper mit. Die Entscheidung, den Fremden auf das Schiff einzuladen, endet in einer Katastrophe: Im Laufe der Fahrt entwickelt sich ein Kräftemessen zwischen Andrzej, dem militaristisch-herrschsüchtigen Ehemann, und dem naiven Studenten, der sich im Laufe des Films als kein bisschen sympathischer herausstellt. Beide Männer haben nur im Sinn, der jungen Ehefrau zu imponieren.
So, 28.2., 20 UhrRoman Polanski | Kurze Frühwerke 1957-1962
Morderswo | Das Verbrechen - PL 1957, 2’
Roman Polanskis frühe Studentenarbeit. Eine Studie über eine mitternächtliche Erdolchung.
Usmiech Zebiczny | Das Lächeln - PL 1957, 2’
Polanskis Lächelna zeigt einige Minuten aus dem Leben eines lüsternen Voyeurs.
Roz bijemy Zabawe | Wir sprengen das Fest - Dokumentation, PL 1957, 8’
Dieser legendäre studentische Kurzfilm in dokumentarischer Form verfolgt eine Gruppe von Rabauken, die eine Party aufmischen… Mit diesem provozierenden Film wäre Roman Polanski beinahe von der Lodzer Filmhochschule verwiesen worden.
Dwaj Ludzie z Szafa | Zwei Männer und ein Schrank - PL 1958, 15’
Zwei Männer und ein Schrank machte Polanski schlagartig in der Öffentlichkeit berühmt. Zwei clowneske Männer tragen ein Möbelstück aus der Ostsee an Land. Nur unter gemeinsamer Hilfe sind sie in der Lage, den Schrank vorwärts zu bewegen… Der Kurzfilm verzichtet auf Dialoge, die jazzartige Musik des Pianisten und Komponisten Krzysztof Komeda trägt zu der surrealen Stimmung des Films bei.
Lampa | Die Lampa - PL 1959, 7’
Durch einen defekten Verteilerkasten in einem märchenhaften Spielzeugladen, sterben Puppen in einem nachgestellten Holocaust.
Gdy Spadaja anioly | Wenn Engel fallen - PL 1959, 21’
Eine alternde Toilettenfrau sinnt über ihr Leben nach. Eine poetische Reise in ihre Vergangenheit beginnt…
Le Gros et le Maigre, Gruby i Chudy | Der Dicke und der Dünne - PL, FR 1961, 15’
Ein Film über Macht und Überleben. Der Dünne ist dem Dicken untertan. Er musiziert, tanzt und füttert ihn. Als er flüchten will, bindet ihn der Dicke an eine Ziege. Der Dünne scheint ihm nicht entkommen zu können…
Ssaki| Säugetiere - PL 1962, 10’
In Polanskis Filmfabel Säugetiere besitzen zwei Männer nur einen Schlitten. Jeder von ihnen möchte vom anderen durch den tiefen Schnee gezogen werden. Beide versuchen sich zu täuschen und überlisten, um so in den Genuss des Gezogenwerdens zu gelangen.
Matthias Knop (stellv. Leiter u. Kurator der Roman Polanski-Ausstellung) führt am 28. Februar durch das Kurzfilmprogramm. Das Kurzfilmprogramm wird am 4. März um 18 Uhr wiederholt.
Do, 4.3., 18 UhrRoman Polanski | Kurze Frühwerke 1957-1962
Morderswo | Das Verbrechen | PL 1957, 2’
Usmiech Zebiczny | Das Lächeln | PL 1957, 2’
Roz bijemy Zabawe | Wir sprengen das Fest | Doku, PL 1957, 8’
Dwaj Ludzie z Szafa | Zwei Männer und ein Schrank | PL 1958, 15’
Lampa | Die Lampe | PL 1959, 7’
Gdy Spadaja anioly | Wenn Engel fallen | PL 1959, 21’
Le Gros et le Maigre, Gruby i Chudy | Der Dicke und der Dünne | PL/F 1961, 15’
Ssaki | Säugetiere | PL 1962, 10’
Do, 4.3., 20 Uhr | Sa, 6.3., 18 UhrRepulsion | Ekel
GB 1965, 105’, DF (ab 18); Regie: Roman Polanski, mit Catherine Deneuve, Ian Hendry, John Fraser u.a.
Ekel ist die psychologische Studie einer vereinsamten jungen Frau, die an Verfolgungswahn leidet: „Polanski versteht sich darauf, beengte Räume zu tödlichen und vor allem Angst einflössenden Fallen werden zu lassen: War es in seinem Erstling Das Messer im Wasser ein Schiff, auf dem die verfeindeten Protagonisten der Einsamkeit und sich selbst ausgeliefert wurden, so wurde es in Ekel die großstädtische Wohnung, die trotz ihres nur scheinbar urbanen Umfeldes zum abgeschiedenen Ort mutiert, in der der Mensch keinen Schutz finden kann.“ (Benjamin Happel)
Einführung: Karin Woyke, Leiterin der pädagogischen Abt. (4.3.)
Einführung: Karin Woyke, Leiterin der pädagogischen Abt. (4.3.)
So, 7.3., 20 Uhr | Di, 9.3., 20 UhrCul-de-Sac | Wenn Katelbach kommt...
GB 1966, 113’, DF (ab 16); Regie: Roman Polanski, mit Lionel Stander, Francoise Dorleac, Donald Pleasence u.a.
Mit Wenn Katelbach kommt… gelingt Polanski erstmals eine Arbeit, die ihn zufriedenstellt: „Vom filmischen Standpunkt her sicherlich mein bester Film. Wenn ich mich auf die Suche nach dem Kino begeben würde, wie Samuel Beckett auf der Suche nach dem Theater war, würde ich ausschließlich Filme wie Cul-de-Sac drehen.“
Einführung: Matthias Knop, stellv. Leiter Filmmuseum (9.3.)
Einführung: Matthias Knop, stellv. Leiter Filmmuseum (9.3.)
Fr, 12.3., 18 Uhr | So, 14.3., 20 UhrDance of the Vampires | Tanz der Vampire
USA/GB 1967, 108’, OmU (ab 12); Regie: Roman Polanski, mit Roman Polanski, Jack MacGowran, Sharon Tate u.a.
In Dance of the Vampires werden gezielt Klischees und Handlungsmuster des Vampir-Films zu einer witzigen Persiflage genutzt, in der makabre Schocks durch Typenkomik ausbalanciert werden. Eine Hommage an das alte Horror- Kino und seine Effekte, zugleich Satire auf die tragikomischen Bemühungen bürgerlich-aufklärerischer Biedermänner im Kampf mit einer buchstäblich blutsaugerischen Aristokratie.
Einführung: Jan Daniel Ruhe, Mitarbeiter Filmmuseum (14.3.)
Einführung: Jan Daniel Ruhe, Mitarbeiter Filmmuseum (14.3.)
Rosemary’s Baby | Rosemaries Baby
USA 1967, 137’, DF (ab 16); Regie: Roman Polanski, mit Mia Farrow, John Cassavetes, Ruth Gordon u.a.
Rosemaries Baby wurde Polanskis erster Kassenerfolg, machte ihn aber zugleich zu einer umstrittenen Figur. Die Meinung der Kritiker und des Publikums war gespalten. Der Horrorfilm stieß vor allem in amerikanischen Kirchenkreisen auf massive Kritik und wurde wegen „Perversion fundamentaler christlicher Glaubensvorstellungen“ und „Verhöhnung religiöser Persönlichkeiten und Gebräuche“ mißbilligt. Rosemaries Baby ist der erste Film einer Reihe von psychedelischen Horrorfilmen wie Der Exorzist, Das Ome n oder Carrie, die ab den späten 1960er Jahren große Erfolge feierten.
Einführung: Andreas Thein, Archivleiter (13.3.)
Einführung: Andreas Thein, Archivleiter (13.3.)
Mi, 17.3., 17.30 Uhr | Sa, 20.3., 20 UhrChinatown
USA 1974, 131’, DF (ab 16); Regie: Roman Polanski, mit Jack icholson, Faye Dunaway, John Huston u.a.
„Chinatown ist hell und dunkel zugleich. Die Sonne strahlt über die Orangenplantagen im nordwestlichen Tal, über das karge Flussbett, in dem Mulwray tot aufgefunden wird. Dann das Dunkel, wenn Evelyn einen Telefonanruf erhält, wegfährt, wenn Jake des Nachts seine Ermittlungen auf dem abgesperrten Gebiet des Wasserwerks durchführt, wenn der Mann mit dem Messer, dieser kleine, brutale Mann erscheint und ihm die Nase aufschlitzt. Und wenn das Helle und das Dunkle am Schluss alle nach Chinatown führt, in diese mysteriöse Welt, in der eine Katastrophe einigen deutlich werden lässt, dass ihre Pläne gescheitert sind, dass der Tod nicht überlistet werden kann und dass die auf der Strecke bleiben, die von der Wahrheit nicht lassen und ihrem Gefühl nicht entgegenarbeiten wollen.“ (Ulrich Behrens)
Einführung: Bernd Desinger, Direktor Filmmuseum (20.3.)
Einführung: Bernd Desinger, Direktor Filmmuseum (20.3.)
Macbeth
GB 1971, 140’, DF (ab 16); Regie: Roman Polanski, mit Jon Finch, Francesca
Annis, Martin Shaw u.a.
Bereits Orson Welles und Akira Kurosawa hatten den Stoff verfilmt, Polanski hielt beide Filme für misslungen. Sein Macbeth ist ein wuchtiges, derbnaturalistisches Filmereignis, das walisische Landschaften, historische Schlösser und brutale Kampfszenen zeigt.
Einführung: Bernd Desinger, Direktor Filmmuseum (21.3.)
Einführung: Bernd Desinger, Direktor Filmmuseum (21.3.)
Film + PodiumsdiskussionFr, 26.3., 20 Uhr
Polanski-Special: Der „Fall“ Polanski
Roman Polanski: Wanted and Desired
Dokumentation, USA/GB 2008, 99’, OF, DVD; Regie: Marina Zenovich, mit Pedro Almodóvar, Nicolas Cage, Mia Farrow, John Cassavetes u.v.a.
Wanted and Desired ist ein amerikanischbritischer Dokumentarfilm über die Hintergründe eines Verfahrens gegen Roman Polanski im Jahr 1977 mit dem Vorwurf von Sexualdelikten an einer Minderjährigen. Der Film stützt sich auf zahlreiche Originalkommentare an dem Verfahren Beteiligter wie dem Opfer Samantha Gailey, ihrem Anwalt Lawrence Silver, dem Vertreter der Anklage Roger Gunson und Polanskis Verteidiger Douglas Dalton.
Im Anschluss an den Film: Podiumsdiskussion mit Dr. Friederike Felbeck (Filmwissenschaftlerin) und Rüdiger Suchsland (Filmjournalist) über den „Fall“ Polanski.
Labels: Filmreihen
















