Aktuelles aus dem Filmmuseum Ausstellungen des Filmmuseums Aktuelles Filme des Filmmuseums im Black Box Kino Medienpädagogische Abteilung des Filmmuseums Bibliothek & Archive Sammlungen und Nachlässe
Geschichte des Filmmuseums Freundeskreis des Filmmuseums Service und Museumsshop Museumsshop Kontakt zu dem Mitarbeitern des Filmmuseums Anfahrt und Preise

Roman Polanski

Fr, 26.2., 20.30 Uhr | So, 28.2., 18 Uhr
Nòz w wodzie | Das Messer im Wasser
PL 1962, 90’, DF (ab 16); Regie: Roman Polanski, mit Leon Niemczyk, Jolanta Umecka


Andrzej und Krystyna befinden sich auf der Fahrt zu einem Segelwochenende und nehmen einen 19-jährigen Tramper mit. Die Entscheidung, den Fremden auf das Schiff einzuladen, endet in einer Katastrophe: Im Laufe der Fahrt entwickelt sich ein Kräftemessen zwischen Andrzej, dem militaristisch-herrschsüchtigen Ehemann, und dem naiven Studenten, der sich im Laufe des Films als kein bisschen sympathischer herausstellt. Beide Männer haben nur im Sinn, der jungen Ehefrau zu imponieren.


So, 28.2., 20 Uhr
Roman Polanski | Kurze Frühwerke 1957-1962

Morderswo | Das Verbrechen - PL 1957, 2’
Roman Polanskis frühe Studentenarbeit. Eine Studie über eine mitternächtliche Erdolchung.

Usmiech Zebiczny | Das Lächeln - PL 1957, 2’
Polanskis Lächelna zeigt einige Minuten aus dem Leben eines lüsternen Voyeurs.

Roz bijemy Zabawe | Wir sprengen das Fest - Dokumentation, PL 1957, 8’
Dieser legendäre studentische Kurzfilm in dokumentarischer Form verfolgt eine Gruppe von Rabauken, die eine Party aufmischen… Mit diesem provozierenden Film wäre Roman Polanski beinahe von der Lodzer Filmhochschule verwiesen worden.

Dwaj Ludzie z Szafa | Zwei Männer und ein Schrank - PL 1958, 15’
Zwei Männer und ein Schrank machte Polanski schlagartig in der Öffentlichkeit berühmt. Zwei clowneske Männer tragen ein Möbelstück aus der Ostsee an Land. Nur unter gemeinsamer Hilfe sind sie in der Lage, den Schrank vorwärts zu bewegen… Der Kurzfilm verzichtet auf Dialoge, die jazzartige Musik des Pianisten und Komponisten Krzysztof Komeda trägt zu der surrealen Stimmung des Films bei.

Lampa | Die Lampa - PL 1959, 7’
Durch einen defekten Verteilerkasten in einem märchenhaften Spielzeugladen, sterben Puppen in einem nachgestellten Holocaust.

Gdy Spadaja anioly | Wenn Engel fallen - PL 1959, 21’
Eine alternde Toilettenfrau sinnt über ihr Leben nach. Eine poetische Reise in ihre Vergangenheit beginnt…

Le Gros et le Maigre, Gruby i Chudy | Der Dicke und der Dünne - PL, FR 1961, 15’
Ein Film über Macht und Überleben. Der Dünne ist dem Dicken untertan. Er musiziert, tanzt und füttert ihn. Als er flüchten will, bindet ihn der Dicke an eine Ziege. Der Dünne scheint ihm nicht entkommen zu können…

Ssaki| Säugetiere - PL 1962, 10’
In Polanskis Filmfabel Säugetiere besitzen zwei Männer nur einen Schlitten. Jeder von ihnen möchte vom anderen durch den tiefen Schnee gezogen werden. Beide versuchen sich zu täuschen und überlisten, um so in den Genuss des Gezogenwerdens zu gelangen.

Matthias Knop (stellv. Leiter u. Kurator der Roman Polanski-Ausstellung) führt am 28. Februar durch das Kurzfilmprogramm. Das Kurzfilmprogramm wird am 4. März um 18 Uhr wiederholt.


Do, 4.3., 18 Uhr
Roman Polanski | Kurze Frühwerke 1957-1962

Morderswo | Das Verbrechen | PL 1957, 2’
Usmiech Zebiczny | Das Lächeln | PL 1957, 2’
Roz bijemy Zabawe | Wir sprengen das Fest | Doku, PL 1957, 8’
Dwaj Ludzie z Szafa | Zwei Männer und ein Schrank | PL 1958, 15’
Lampa | Die Lampe | PL 1959, 7’
Gdy Spadaja anioly | Wenn Engel fallen | PL 1959, 21’
Le Gros et le Maigre, Gruby i Chudy | Der Dicke und der Dünne | PL/F 1961, 15’
Ssaki | Säugetiere | PL 1962, 10’


Do, 4.3., 20 Uhr | Sa, 6.3., 18 Uhr
Repulsion | Ekel
GB 1965, 105’, DF (ab 18); Regie: Roman Polanski, mit Catherine Deneuve, Ian Hendry, John Fraser u.a.

Ekel ist die psychologische Studie einer vereinsamten jungen Frau, die an Verfolgungswahn leidet: „Polanski versteht sich darauf, beengte Räume zu tödlichen und vor allem Angst einflössenden Fallen werden zu lassen: War es in seinem Erstling Das Messer im Wasser ein Schiff, auf dem die verfeindeten Protagonisten der Einsamkeit und sich selbst ausgeliefert wurden, so wurde es in Ekel die großstädtische Wohnung, die trotz ihres nur scheinbar urbanen Umfeldes zum abgeschiedenen Ort mutiert, in der der Mensch keinen Schutz finden kann.“ (Benjamin Happel)

Einführung: Karin Woyke, Leiterin der pädagogischen Abt. (4.3.)


So, 7.3., 20 Uhr | Di, 9.3., 20 Uhr
Cul-de-Sac | Wenn Katelbach kommt...
GB 1966, 113’, DF (ab 16); Regie: Roman Polanski, mit Lionel Stander, Francoise Dorleac, Donald Pleasence u.a.

Mit Wenn Katelbach kommt… gelingt Polanski erstmals eine Arbeit, die ihn zufriedenstellt: „Vom filmischen Standpunkt her sicherlich mein bester Film. Wenn ich mich auf die Suche nach dem Kino begeben würde, wie Samuel Beckett auf der Suche nach dem Theater war, würde ich ausschließlich Filme wie Cul-de-Sac drehen.“

Einführung: Matthias Knop, stellv. Leiter Filmmuseum (9.3.)


Fr, 12.3., 18 Uhr | So, 14.3., 20 Uhr
Dance of the Vampires | Tanz der Vampire
USA/GB 1967, 108’, OmU (ab 12); Regie: Roman Polanski, mit Roman Polanski, Jack MacGowran, Sharon Tate u.a.

In Dance of the Vampires werden gezielt Klischees und Handlungsmuster des Vampir-Films zu einer witzigen Persiflage genutzt, in der makabre Schocks durch Typenkomik ausbalanciert werden. Eine Hommage an das alte Horror- Kino und seine Effekte, zugleich Satire auf die tragikomischen Bemühungen bürgerlich-aufklärerischer Biedermänner im Kampf mit einer buchstäblich blutsaugerischen Aristokratie.

Einführung: Jan Daniel Ruhe, Mitarbeiter Filmmuseum (14.3.)


Sa, 13.3., 20 Uhr | Sa, 20.3., 17.30 Uhr
Rosemary’s Baby | Rosemaries Baby
USA 1967, 137’, DF (ab 16); Regie: Roman Polanski, mit Mia Farrow, John Cassavetes, Ruth Gordon u.a.

Rosemaries Baby wurde Polanskis erster Kassenerfolg, machte ihn aber zugleich zu einer umstrittenen Figur. Die Meinung der Kritiker und des Publikums war gespalten. Der Horrorfilm stieß vor allem in amerikanischen Kirchenkreisen auf massive Kritik und wurde wegen „Perversion fundamentaler christlicher Glaubensvorstellungen“ und „Verhöhnung religiöser Persönlichkeiten und Gebräuche“ mißbilligt. Rosemaries Baby ist der erste Film einer Reihe von psychedelischen Horrorfilmen wie Der Exorzist, Das Ome n oder Carrie, die ab den späten 1960er Jahren große Erfolge feierten.

Einführung: Andreas Thein, Archivleiter (13.3.)


Mi, 17.3., 17.30 Uhr | Sa, 20.3., 20 Uhr
Chinatown
USA 1974, 131’, DF (ab 16); Regie: Roman Polanski, mit Jack icholson, Faye Dunaway, John Huston u.a.

„Chinatown ist hell und dunkel zugleich. Die Sonne strahlt über die Orangenplantagen im nordwestlichen Tal, über das karge Flussbett, in dem Mulwray tot aufgefunden wird. Dann das Dunkel, wenn Evelyn einen Telefonanruf erhält, wegfährt, wenn Jake des Nachts seine Ermittlungen auf dem abgesperrten Gebiet des Wasserwerks durchführt, wenn der Mann mit dem Messer, dieser kleine, brutale Mann erscheint und ihm die Nase aufschlitzt. Und wenn das Helle und das Dunkle am Schluss alle nach Chinatown führt, in diese mysteriöse Welt, in der eine Katastrophe einigen deutlich werden lässt, dass ihre Pläne gescheitert sind, dass der Tod nicht überlistet werden kann und dass die auf der Strecke bleiben, die von der Wahrheit nicht lassen und ihrem Gefühl nicht entgegenarbeiten wollen.“ (Ulrich Behrens)

Einführung: Bernd Desinger, Direktor Filmmuseum (20.3.)


So, 21.3., 20 Uhr | Do, 25.3., 17.30 Uhr
Macbeth
GB 1971, 140’, DF (ab 16); Regie: Roman Polanski, mit Jon Finch, Francesca
Annis, Martin Shaw u.a.

Bereits Orson Welles und Akira Kurosawa hatten den Stoff verfilmt, Polanski hielt beide Filme für misslungen. Sein Macbeth ist ein wuchtiges, derbnaturalistisches Filmereignis, das walisische Landschaften, historische Schlösser und brutale Kampfszenen zeigt.

Einführung: Bernd Desinger, Direktor Filmmuseum (21.3.)


Film + Podiumsdiskussion
Fr, 26.3., 20 Uhr
Polanski-Special: Der „Fall“ Polanski
Roman Polanski: Wanted and Desired
Dokumentation, USA/GB 2008, 99’, OF, DVD; Regie: Marina Zenovich, mit Pedro Almodóvar, Nicolas Cage, Mia Farrow, John Cassavetes u.v.a.

Wanted and Desired ist ein amerikanischbritischer Dokumentarfilm über die Hintergründe eines Verfahrens gegen Roman Polanski im Jahr 1977 mit dem Vorwurf von Sexualdelikten an einer Minderjährigen. Der Film stützt sich auf zahlreiche Originalkommentare an dem Verfahren Beteiligter wie dem Opfer Samantha Gailey, ihrem Anwalt Lawrence Silver, dem Vertreter der Anklage Roger Gunson und Polanskis Verteidiger Douglas Dalton.

Im Anschluss an den Film: Podiumsdiskussion mit Dr. Friederike Felbeck (Filmwissenschaftlerin) und Rüdiger Suchsland (Filmjournalist) über den „Fall“ Polanski.

Labels: Filmreihen

Werkschau Christoph Schlingensief

Die Verleihung des Helmut Käutner-Preises der Stadt Düsseldorf begleitet von jeher eine Werkübersicht des Ausgezeichneten. Der Preisträger 2010, der Filmemacher, Theater-/Opernregisseur und Aktionskünstler Christoph Schlingensief, wird sowohl in Form einer umfänglichen filmischen Retrospektive als auch durch eine sich seinem Gesamtwerk widmende Studio-Ausstellung präsentiert.

Um das regionale Filmerbe zu sichern, kaufte das Filmmuseum Düsseldorf regelmäßig Filme von Filmemachern aus Nordrhein-Westfalen an. Vor rund 20 Jahren wurden so zahlreiche Filmkopien von Christoph Schlingensiefs frühen Filmen für das museumseigene Archiv angefertigt. Seinen ersten Film drehte Schlingensief im Alter von acht Jahren. Diese Filme sind weder im offiziellen Kinoverleih noch auf DVD oder Video erhältlich; somit bietet die Film-Retrospektive eine einzigartige Möglichkeit, Raritäten und Frühwerke zu sehen. Die begleitende Studioausstellung im dritten Stock des Filmmuseums ermöglicht überdies einen Einblick in das breite Spektrum des künstlerischen Schaffens von Christoph Schlingensief.


Di, 2.3. um 17 Uhr
Schlingensief – Raritätenprogramm Teil 1
(1969-1975)

Das Totenhaus der Lady Florence 1975, 66’
Das Geheimnis des Grafen von Kaunitz 1975, 40’
Rex, der unbekannte Mörder von London 1973, 13’
Die Schulklasse 1969, 11’

Das Filmmuseum Düsseldorf kaufte regelmäßig Filme von Filmemachern aus Nordrhein-Westfalen an, um das regionale Filmerbe zu sichern. Vor rund 20 Jahren wurden Filmkopien von Christoph Schlingensiefs frühen Filmen für das museumseigene Archiv angefertigt. Seinen ersten
Film drehte Schlingensief im Alter von acht Jahren. Diese Filme sind weder im offiziellen Kinoverleih noch auf DVD oder Video erhältlich. Mit diesem Raritätenprogramm bieten wir die absolut einmalige Möglichkeit, dieses Frühwerk zu sehen.

Eröffnung der Werkschau in Anwesenheit von Christoph Schlingensief.


Sa, 6.3., 20 Uhr
TALK 2000 – Filmnacht
D 1997, 7 Folgen, DVD, insgesamt 240 Minuten mit Sophie Rois, Hildegard Knef, Rudolph Mooshammer, Walter Bockmayer, Harald Schmidt, Ingrid Steeger, Konrad Kujau, Lilo Wanders, Rolf Eden, Alexander Prinz von Hohenzollern, Udo Kier, Kitten Natividad und Gotthilf Fischer

Talk 2000 ist der ultimative Abgesang auf ein Fernsehformat. Schlingensiefs Talkshow-Serie verzichtet auf jede Art von Vorbereitung und Absprache mit seinen Gesprächspartnern, die mitunter schockiert auf unabsehbare Sendeverläufe reagieren. Im totalen Sprechlawinen-Chaos wird zitiert, dekonstruiert und das eigene Medium für tot erklärt.

„Talkshow ist: Frau Scheiße trifft Herrn Scheiße und sie reden über Scheiße.“ (Christoph Schlingensief)


So, 7.3., 18 Uhr Di, 9.3., 18 Uhr
Tunguska – Die Kisten sind da
BRD 1984, 71’ (ab 12); Regie: Christoph Schlingensief, mit Irene Fischer, Mathias Colli, Alfred Edel u.a.

Die „Trilogie zur Filmkritik – Film als Neurose“ Schlingensiefs erster Langfilm Tunguska und zwei frühe Kurzfilme: Drei Avantgardeforscher am Rande des Nervenzusammenbruchs, ein Pärchen auf der Suche nach Benzin – und Alfred Edel, der sie alle fertigmacht!
Eine Kriegserklärung inmitten der existentialistischen Exerzitien des neuen deutschen Nachwuchsfilms.

„Ein großartiges Kinodebüt!“ (Die Zeit)
„Grandios!“ (Süddeutsche Zeitung)
„Die ultimative Abrechnung mit dem Avantgardefilm der 60er Jahre!“ (EPD Film)

Im Vorprogramm:
Phantasus muss anders werden - 1983, 10’
What happened to Magdalena Jung - 1983, 13’


Mi, 10.3., 18 Uhr Fr, 12.3., 20 Uhr
Menu Total
BRD 1986, 77’ (ab 16); Regie: Christoph Schlingensief, mit Helge Schneider, Volker Bertzky, Alfred Edel u.a.

Meat Your Parents! Ausgelassenes Treiben auf der Picknickwiese in Mülheim an der Ruhr. Die Eltern haben ihre alten Naziuniformen wieder rausgekramt, da macht die Polonaise noch mehr Spaß. Helge Schneider, der auch die Musik zum Film gemacht hat, in einem widerlichen Film. Auf der Berlinale 1986 ausgepfiffen. Wim Wenders ging nach 10 min. Alfred Edel kotzt sich durch den ganzen Film.

„Die größte Sauerei aller Zeiten!“ (Tagesspiegel Berlin)
„Der reinste Analterror!“ (Taz)
„Mein bester Film!“ (Christoph Schlingensief)

Im Vorprogramm:
Mein 1. Film 1986, 11‘


Do, 11.3., 18.30 Uhr
Christoph Schlingensief und seine Filme
Dokumentation, D 2005, 77’; Regie: Frieder Schlaich

Schlingensief im Gespräch mit Frieder Schlaich – Ein Portrait vom ersten bis zum letzten Film! „Das Schöne an Schlingensiefs Plauderei ist, dass man ihn nie wirklich beim Wort nehmen kann, Ernsthaftigkeit und Ironie sind unkenntlich miteinander vermischt, wenn Schlingensief kokette Bosheiten, kluge Analysen und leere Worthülsen losfeuert in langem Monolog. (Screenshot, Harald Mühlbeyer)

Im Vorprogramm:
Für Elise 1982, 2’
Wie würden Sie entscheiden 1982 4’


Di, 16.3., 20 Uhr Di, 23.3., 18.30 Uhr
Egomania – Insel ohne Hoffnung
BRD 1987, 83’ (ab 16); Regie: Christoph Schlingensief, mit Udo Kier, Tilda Swinton, Uwe Fellensiek u.a.

Ein anderes Weltende wird es nicht geben: Erbitterte Kämpfe voller Hass und Liebe um Inzest und Reichtum. Udo Kier als Tante des Teufels und Tilda Swinton als Brünhilde. Ein junges Paar gefangen im ewigen Eis, in zärtlicher Liebe, von allen bedroht.

„Ein junger Oberhausener entwickelt sich mit halsbrecherischem Tempo zum Apokalyptiker des deutschen Films.“ (EPD Film)
„Durch dieses Chaos der schiefen Zitate, unterstützt von dröhnenden Geräuschen aus der Punkzeit taumelt Schlingensief dem Ende der Illusion entgegen. Rette sich, wer kann, vor gebildeten Exegeten.“ (Die Zeit)


Di, 30.3., 20 Uhr
Mutters Maske
D 1988, 85’ (ab 16); Regie: Christoph Schlingensief, mit Brigitte Kausch, Karl Friedrich Mews, Helge Schneider u.a.

Zwischen Lindenstraße und Visconti: Das ultimative Remake von Veit Harlans Opfergang (1944): Unter Verwendung von Motiven aus Baudelaires Blumen des Bösen zeichnet Christoph Schlingensief das Drama einer im Ruhradel angesiedelten Familie nach.
Ein großartiger Film mit großartigen Schauspielern. Udo Kier als Kinderschänder, Susanne Bredehöft als Aidsinfizierte, die legendäre Brigitte Kausch als leidende Mutter und Helge Schneider, der die Musik zu diesem Film machte, als Schlotbaron von Mühlenbeck, der seine Mutter in den Wahnsinn treibt, um an das Erbe der Guldenburgs zu kommen.

„Helges Musik ist göttlich. Der Film teuflisch. Das passt und bringt eine Menge Spaß.“ (Spex)
Der Film wird am Do, den 1. April wiederholt.

Einführung: Jan Daniel Ruhe, Mitarbeiter Filmmuseum (30.3.)

Labels: Filmreihen

Stummfilm + Musik

Sa, 27.2. um 20 Uhr
Der heilige Berg
D 1926, 103’, dt. Zwischentitel; Regie: Arnold Fanck, mit Leni Riefenstahl, Luis Trenker, Ernst Petersen u.a.

Der heilige Berg aus dem Jahr 1926 verbindet, wie kaum ein anderer Bergfilm, äußerst spektakuläre Landschaftsaufnahmen mit einer melodramatischen Spielfilmhandlung. Der Regisseur förderte einen regelrechten Kult um den Realismus seiner Landschaftsaufnahmen, der insbesondere in den frühen Jahren des Films mit noch eingeschränkten technischen Möglichkeiten erfolgversprechend war.
WILFRIED KAETS lebt als Musiker, Komponist und Dirigent in Köln, ist als Regionalkantor für das Stadtdekanat Köln tätig und begleitet an der Welte-Kinoorgel.


Sa, 27.3. um 20 Uhr
Der letzte Mann
D 1924, 85’, dt. Zwischentitel; Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, mit Emil Jannings, Maly Delschaft, Max Hiller u.a.

Erzählt wird die Geschichte eines Hotelportiers, der aufgrund seiner „Altersschwäche“ seines Amtes enthoben wird und fortan die sanitären Anlagen des Hotels zu pflegen hat. Seine geliebte Uniform, die ihm bei seiner Familie und der Nachbarschaft Respekt und Autorität verschaffte, wird ihm genommen. Um sein Gesicht nicht zu verlieren, entwendet er sie heimlich. Doch der Schwindel fliegt auf. Extreme Perspektiven, Schatten-Effekte und theatralische Bewegungen machen DER LETZTE MANN zu einem Meilenstein des expressionistischen Films.
Von drei Plattenspielern wird DJ SAD.SAD.CALZONE (Düsseldorf) den Film mit einem Vinyl-Mix aus Ambient, Noise, Psychedelic & Postrock interpretieren.


Sa, 24.4. um 20 Uhr
Die Hintertreppe
D 1921, 49’, dt. Zwischentitel; Regie: Leopold Jessner & Paul Leni, mit Henny Porten, Wilhelm Dieterle u.a.

Ein verkrüppelter Briefträger beobachtet jeden Abend ein Dienstmädchen, das sich mit ihrem Liebhaber am Ausgang der Hintertreppe ihres Hauses trifft. Eines Tages wartet sie vergeblich auf ihren Geliebten, ihre Briefe bleiben unbeantwortet. Der Briefträger bringt ihr nach langer Zeit des Wartens doch einen Brief, in dem der Verschollene seine Liebe beteuert.
Das Duo INTERZONE PERCEPTIBLE (Essen) erzeugt mit Akkordeon, E-Bass und Electronics eigenwillige Klangkörper.



Sa, 22.5. um 20 Uhr
The Gold Rush | Goldrausch
USA 1925, 71’, engl. Zwischentitel; Regie: Charles Chaplin, mit Charles Chaplin, Georgia Hale, Mack Swain u.a.

Ein einsamer, armer Goldsucher verliebt sich in eine junge und attraktive Saloon-Tänzerin, die ihn zunächst ignoriert. Als der Tramp einem anderen Goldsucher hilft, einen spektakulären Fund zu bergen, wird der Vagabund zum Millionär. Er begegnet dem Mädchen erneut…
Charlie Chaplins unnachahmliche Slapstick-Einlagen machen GOLDRAUSCH zu einem der bedeutendsten Stummfilme überhaupt. Das Schlagwerk-Duo TWO/ONE (Essen) begleitet mit Vibraphon, Marimbaphon, Klein- und Effektpercussion, Cymbals, verschiedene Arten von Trommeln und Tom Toms.


Sa, 19.6. um 20 Uhr
Lodger - A Story of the London Fog
GB 1926, 98’, engl. Zwischentitel; Regie: Alfred Hitchcock, mit Ivor Novello, June Tripp, Marie Ault u.a.

Ein Serienmörder, der bevorzugt blonde Frauen tötet, geht in London um. Zur gleichen Zeit mietet sich beim Ehepaar Bounting ein mysteriöser junger Mann ein. Die Tochter der Bountings ist ebenfalls blond…
„Es war das erste Mal, daß ich meinen eigenen Stil anwandte. Man kann sagen, daß THE LODGER mein erster Film ist.“ (Alfred Hitchcock)

im Vorprogramm:

The Great Train Robbery | Der große Eisenbahnraub
USA 1903, 12’ | Regie: Edwin S. Porter

In DER GROSSE EISENBAHNRAUB sind „alle kommenden Spielfilme angelegt, vor allem natürlich alle kommenden Western: Überfall, Verfolgung, Showdown, ausgeschmückt mit Mord, Terror, Brutalitäten, Humor, unter Einsatz von schnellen Transportmitteln.“ (Joe Hembus) CHRISTOPH BULL, Organist und Professor für Orgel an der UCLA (University of California, Los Angeles), begleitet die Filme an der Welte-Kinoorgel.

Labels: Filmreihen

Zertifikat für Cineasten

Wie wird aus einem Filmfan ein Filmkenner? Natürlich indem man sehr viele Filme sieht. Auch wenn fast jeder Film auf seine Weise zur Filmbildung beiträgt, gibt es vom Expressionismus bis zur Gegenwart jedoch eine Reihe von Werken, die gemeinhin als herausragend gelten.

Ab Januar 2010 erhalten monatlich fünf solcher Meisterwerke, die man zum Erhalt des vom
Filmmuseum vergebenen Zertifikats gesehen haben sollte, das Label „Zertifikat für Cineasten“. In der Regel geht den Filmen eine Einführung der Mitarbeiter des Filmmuseums oder eines anderen Experten voraus.

Dreimal im Jahr gibt es ein unterhaltsames Quiz zu den jeweils präsentierten Filmen, dessen Bestehen mit einer persönlichen Urkunde und Freikarten belohnt wird. Die Auswahl der Filme folgt keinem Anspruch auf Vollständigkeit, sie ist vielmehr eine persönliche Auswahl der Black Box-Programmmacher und stellt somit eine abwechslungsreiche Mischung quer durch die Geschichte des Films dar.

Labels: Filmreihen

Psychoanalyse & Film

Seit inzwischen acht Jahren wird jeweils einmal im Monat immer freitags ein aktueller Film oder Filmklassiker präsentiert und nach einer kurzen Pause von einem/r Psychoanalytiker/In kommentiert. Gemeinsam mit dem Publikum wird vertieft, ergänzt und miteinander diskutiert. Das Verhältnis von Psychoanalyse und Film, die sehr unterschiedlichen Interpretationen und eine große Vielfalt an Sichtweisen auf die Filme, die Charaktere und ihre Geschichten regen an, nach dem zu fragen, was im Film berührt und fasziniert.

Labels: Filmreihen

Schnellzugriff

  • Aktuell
  • Ausstellungen
  • Fotostrecken
  • Videogalerie
  • Stationen der Filmgeschichte
  • Kult am Mittwoch
  • Schätze aus dem Archiv
  • Filmklassiker
  • Filme im Original
  • Filmreihen
  • Führungen
  • Kindergeburtstag
  • Presse-Feed
  • Podcast-Feed
  • RSS-Feed


Filmmuseum Düsseldorf &bull Schulstraße 4 &bull 40213 Düsseldorf &bull +49 211/899 - 2232 &bull filmmuseum@stadt.duesseldorf.de